Dienstag, 8. Juli 2014
Das wir in Mir
In einer langjährigen Beziehung, die sie schon mit frühen 17 Jahren einging, als sie eigentlich selbst noch ein Kind war, passierte in der Zeit eine ganze Menge, da sie sich erst mit 24 Jahren wieder aus der Beziehung lösen konnte. Sie fragte sich, was bedeutete „sein eigenes Leben“, das man verdrängte, in dem man mit dem Menschen zusammen lebte, der einem keine Zukunft geben konnte. Die Wünsche und Träume, die man hatte, sind nach und nach immer mehr verflogen. Alexa war eine junge Frau, die sehr früh lernen musste, auf eigenen Beinen zu stehen. Sie war eher eine Einzelgängerin, ruhig und zurückhaltend. Sie hatte sich davor keinem Menschen öffnen können. Anfang Januar 2006 wurde sie Schwanger, für sie war es eine neue Situation. In den ersten sechs Monaten war alles ganz harmonisch, kein Streit, kein Stress. Bis sie dann von heute auf morgen alleine da stand mit ihrem kleinen dicken Bauch. Torben war auf einmal nicht mehr da, er war für zehn Monate weit weg - in England.

Alexa stellte sich komplett auf ihr Kind ein. Als sie erfuhr, dass es ein Junge werden würde, dachte sie, wir zwei werden uns das schon schön machen und wir beide werden es schaffen, auch ohne die anderen. Die Fragen, die sie sich insgeheim stellt, was bedeuten Leben, Ruhe, Zufriedenheit, glücklich zu sein und vor allem, den Menschen zu finden, von dem man geliebt wird, stellte sie hintenan. Denn zu diesem Zeitpunkt war nur die Vorbereitung auf das Kind wichtig. Als der kleine Mann auf die Welt kam, nach 13 Stunden war es geschafft und Alexa war überglücklich. In dieser schweren Zeit ging ihre allerbeste Freundin ihr nicht von der Seite. Und dafür war Alexa auch sehr dankbar, zumal wenn man das alles doch nicht mit dem Menschen teilen konnte, den man eigentlich geliebt hatte. Schon immer war es ein Herzenswunsch Alexas, einmal im Leben Afrika zu besuchen.

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